Streit leben – Frieden gestalten
20.07.2017

Streit leben – Frieden gestalten

Frieden erreichen erfordert immer auch ein Umdenken in der Gesellschaft, strukturelle Veränderungen sowie einen langen Atem. Dies war eine gemeinsame Quintessenz eines Gespräches im Cafe #Friedenswege während der Themenwoche Frieden in Wittenberg.

 

Auf dem Podium berichteten Gaby Weber von Ihrer Arbeit als Fachkraft des Zivilen Friedensdienstes in Kolumbien und derzeit friedenspädagogische Leiterin im Café #Friedenswege; Hagen Berndt, Berater des forum ZFD, von seinen praktischen Erfahrungen in Kommunaler Konfliktberatung in Osterholz-Scharmbeck und Salzgitter sowie Marcus Stückroth vom Friedenskreis Halle e.V von der Weitergabe solcher Erfahrungen in der Friedensbildungsarbeit in Schule, Gemeindegruppen und Erwachsenenbildung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Bernd Rieche (AGDF).

„Es lohnt sich von den Erfahrungen und methodischen Ansätzen im In- und Ausland voneinander zu lernen. Die spezifische Analyse muss immer wieder neu gemacht werden, denn die Methoden dafür verfolgen ähnliche Ziele und können sich daher gegenseitig befruchten“, erklärte Gaby Weber. „Egal ob im Ausland oder Inland muss ich meine Rolle als externer Berater jedes Mal neu klären und finden, auch wenn ich im Inland oft die gleiche Muttersprache spreche, sind die Kulturen in einer Stadtverwaltung oder einer Polizei doch eine andere.“, schilderte Hagen Berndt aus seinen Erfahrungen der Konfliktbearbeitung im In- und Ausland. Eine Herausforderung in öffentlicher Verwaltung und Politik sei es, öffentlich eingestehen zu dürfen, dass es Konflikte gibt. Aber, Konflikte sind immer auch Chancen für Entwicklung und Veränderung. "Wenn es gelingt, Prozesse und Strukturen des Dialoges in einer Kommune zu etablieren, ist das eine Chance, für ein gutes Miteinander.“

Marcus Stückroth berichtete, dass ein nicht militärischer Umgang mit Konflikten oft gar nicht im Bewusstsein von Schülerinnen und Schülern ist. Hier setze Friedensbildung an, einerseits persönliche Kompetenzen im konstruktiven Umgang mit Konflikten zu vermitteln andererseits auch im politischen und internationalen Kontext gewaltfreie Möglichkeiten aufzuzeigen, wie sie beispielsweise in den Projekten des Zivilen Friedensdienstes praktiziert werden.

Einig war man sich, dass Frieden immer ein Prozess ist und unser dauerhaftes Engagement erfordert.

 

Aktionsgemeinschaft Dienst für den Frieden e.V. (AGDF)

Café #Friedenswege

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